Das Seifensieden

Die Seifenherstellung in Steffis Hexenküche

Naturseife

Ich stelle meine Naturseifen im traditionellen Kaltrührverfahren her.

Dafür verwende ich nur pflanzliche Öle und Fette guter Qualität, wie Rapsöl, Olivenöl, Kokosöl, süßes Mandelöl usw. und achte darauf, dass es schonende Pressverfahren sind. Da die natürlichen Fette und Öle aus den verschiedensten Ölarten zusammengesetzt sind, welche die unterschiedlichsten Eigenschaften bezüglich Härte, Schaumbildung und Stabilität besitzen, kann ich durch geeignete Mischungsverhältnisse, die Eigenschaften der fertigen Seife beeinflussen.

Fette und Öle mische ich mit Natronlauge (NaOH), die extra für die Kosmetikherstellung gemacht wird. Keine technische Natronlauge! Dabei ist es wichtig, das richtige Verhältnis zu finden. Jedes Öl braucht eine bestimmte Menge an Lauge, um daraus eine Seife bilden zu können, die nicht zu stark basisch oder nicht zu ölig ist. Bei zu geringer Laugenmenge werden nicht alle Öle verseift und die Seife wird schmierig. 

Die Verseifung

Nachdem Fett und Lauge vermengt sind kommt der langwierige Prozess der Verseifung.

In diesem Kaltprozess liegt das Geheimnis der handgemachten Seifen. Fette und Öle bestehen chemisch gesehen aus Fettsäuren und Glycerin. Dabei hängen sich an ein Glycerinmolekül drei Fettsäuremoleküle an. Deshalb spricht man auch von Triglyceriden. Beim Verseifen wird dieses Fettmolekül aufgespalten, die drei Fettsäureteile verbinden sich jeweils mit einem Laugenmolekül und bilden so ein "Salz" aus Säure und Base, also ein Seifenmolekül. Das Glycerin bleibt bei diesem Vorgang übrig. Die Seifenindustrie wäscht gerade dieses Glycerin aus der Seife heraus! Es ist für die Industrie zu wertvoll und es kann anderweitig verwendet werden. Beim Kaltprozess bleibt das natürliche Glycerin aber in der Seife zurück und kann so seine pflegenden Eigenschaften entfalten.

Das ist der Grund, warum kaltgerührte Seifen viel sanfter und auch weicher sind, als industriell hergestellte.

Der Reifeprozess

Die noch junge Seife ist für den täglichen Gebrauch noch viel zu scharf. Chemisch gesehen ist ihr Verhalten noch sehr stark basisch. Eine Maßzahl dafür ist der so genannte pH-Wert. Er reicht im Bereich der Laugen von pH 7 (neutral) bis zu pH 14 (starke Lauge). Eine junge Seife hat einen Wert zwischen pH 11 und 12. Das kann für empfindliche Haut oder für die Schleimhäute noch stark reizend sein. Nach wenigen Tagen sinkt der pH-Wert aber auf etwa 9 bis 8 herunter. Nun haben wir eine wunderbar basische Naturseife, die viel besser für unsere Haut ist, als die pH-neutralen Produkte. Vor ca. 50 Jahren war die komplette Körperpflege noch basisch. Die Reinigung war somit gründlicher und die Haut konnte die alte Haut besser abtragen und somit erneuern. Das ist auch der Wert der handelsüblichen Seifen, ausgenommen der speziell neutral gemachten Seifen, die eigentlich keine Seifen, sondern Detergenzien sind.

Ein längeres Nachreifen von Wochen oder Monaten führt zum richtigen Durchtrocknen der Seife. Sie schrumpft dabei etwas und wird auch härter. Das ist durchaus erwünscht. Reine Olivenölseifen benötigen mindestens eine 6 monatige Reifezeit, damit die positiven Eigenschaften auch ans Licht kommen. Auch soll die Seife lagerungsfähig sein. Bei manchen überfetten Seifen kann es passieren, daß sich an der Oberfläche Fettröpfchen ansammeln. Dies ist aber nicht weiter schlimm. 

Die handgemachten Seifen werden nicht immer lichtecht sein. Lässt man Seife in der Sonne liegen, kann sie sich verfärben. Sie wird gelbstichig; auch können manche Farbpigmente ausbleichen. So kann eine anfangs blaue Seife grün werden oder eine weiße Seife gelb. 

Auch die Formen variieren immer ein wenig bei handgemachter Seifen. Wenn ich aus den Blöcken die Seifenstücke herausschneide, gleicht nie ein Seifenstück dem anderen. So sind es immer Unikate. Und sind wir mal ehrlich: Genau das macht doch den Scharm der Naturseife aus, oder?

Meine Rohstoffe beziehe ich nur von geprüften Händlern, die mir zu jedem einzelnen Rohstoff auch ein Prüfungszertifikat vorlegen können. Denn QUALITÄT ist mir sehr wichtig.

Alle Angaben zu den Inhaltsstoffen sind nach INCI und entsprechen der Europäischen Kosmetikverordnung. Alle erforderlichen Sicherheitsbewertungen für die Naturseifen liegen vor und die Rezepte sind beim Giftnotruf (BVL) gemeldet. Sie können sich also rundherum sicher fühlen mit meinen Produkten.

Herzlichst Ihre Steffi

Steffis Hexenküche

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