Skip to:

0

NoPoo - Was ist eigentlich damit gemeint?

No Poo - Haarewaschen ohne Shampoo

Lieber Seifenfreund, liebe Seifenfreundin,
 
seit längerem werden wir von Kundenanfragen überschwemmt, die das Thema No Poo betreffen. 
 
"Darf ich mir mit Seife die Haare waschen, wenn ich ein NoPoo-Experiment starte?"
 
ODER
 
"Wie sieht das dann mit ShampooBars aus?"
 
Da wir selbst von Steffis Hexenküche noch gar keine Erfahrung mit dem Thema NoPoo gesammelt haben, liegt es nahe, sich nun mal mit dem Thema zu beschäftigen. 

NoPoo - Was ist das überhaupt?

Wie so oft kommt der NoPoo-Trend aus den USA. 
Dort reinigen z. B. die Stars ihre Mähne täglich nur mit klarem Wasser und 1x im Monat mit Shampoo. 
 
Karl Lagerfeld soll angeblich seit Jahren seine weißen Haare nur mit Puder oder Trockenshampoo reinigen. 
 
Wenn man im Internet nach NoPoo Ausschau hält, wird man regelrecht überschüttet mit Informationen. Viele Bloggerinnen haben das Experiment gewagt und uns alle daran teilhaben lassen. 
Die meisten NoPoo-Anfängerinnen beginnen damit, 6 Wochen gänzlich auf Shampoo zu verzichten. Erlaubt sind dabei nur klares Wasser und / oder chemiefreie ShampooAlternativen wie Natron, Tonerde oder auch Roggenmehl etc. Auch Apfelessig ist erlaubt. Allerdings haben wir auch auf vielen Seiten im Internet lesen können, dass ShampooSeife ebenfalls eine erlaubte Alternative sei. 
 
Dann gibt es noch eine weitere Untergruppierung:

NW/So = No Water / Sebum Only

... hier ist nun gar nichts mehr erlaubt. Man vertraut darauf, dass sich die körpereigene Talgproduktion mit der Zeit von selbst reguliert. 

1x die Woche Haarewaschen reicht oft aus

Je nach Haarstruktur und Hauttyp ändert sich das Waschverhalten. 
Doch wir haben die Erfahrung machen dürfen, dass es bei jedem Menschen möglich ist, durch den Einsatz von milden Haarseifen oder ShampooBars, einen Haarwaschrythmus von 1x in der Woche zu erreichen. 
 
Irgendwann ist wohl jeder mal an dem Punkt angekommen, Inhaltsstoffe wie Sulfate, Parabene, Silikone, Paraffine usw. zu meiden. Denn immer mehr Menschen vertragen diese Chemiebomben einfach nicht mehr. Und das betrifft nicht nur uns belächelten "ÖKOs".
 
Aus unseren Augen ist es ein wunderbarer und richtiger Schritt, dass Verbraucher nicht nur wissen wollen, was sie alles essen, sondern sich auch informieren, was sie sich auf die Kopfhaut kippen. 
 
Denn unsere Devise aus Steffis Hexenküche "WENIGER ist MEHR" ist besonders in der Körperpflege der richtige Weg. 
 
Doch darf man jetzt in der NoPoo-Phase mit Haarseife oder ShampooBars aus Steffis Hexenküche die Haare waschen?
 
Wir sagen JA. Und das nicht nur, weil wir unsere Produkte verkaufen wollen. :)
 
Sondern in erster Linie, weil in Haar- oder Shampooseife KEINE künstlichen Zusätze sind, die wir in konventionellen Shampoos finden. 
Unsere Shampooseifen sind "CHEMIEFREI" * (= frei von synthetischen Stoffen) und somit NoPoo-GEEIGNET.
 
*mal kurz zum Wort CHEMIE: Eigentlich bedeutet es einfach gesagt "die Umwandlung von Stoffen". Und Seife ist natürlich ein umgewandelter Stoff. So gesehen natürlich CHEMIE PUR! :) Aber umgangssprachlich wird ja etwas anderes gemeint, wenn wir sagen CHEMIEFREI. Ich hoffe, das ist allen klar. 
 
Und unsere ShampooBars bestehen aus wenigen rein pflanzlichen Tensiden, die zur Zeit die mildesten sind, die gerade auf dem Weltmarkt erhältich sind. 
Steffis Hexenküche setzt auf umweltschonende Verpackungen, milde pflanzliche Tenside, weitesgehend pflanzliche Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und wenigen tierischen Stoffen wie Honig oder Milch - ebenfalls kbA. 
 
Wir verzichten zu 100% auf synthetische, aggressive Reinigungssubstanzen!

Bei uns geht es in allem, was wir tun, um Achtsamkeit. Während des Herstellungsprozesses bis zum Versand des Päckchens.

Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass Du unbedenklich unsere Produkte, selbst bei einem NoPoo-Versuch, verwenden kannst.
 
Da hier aber die Meinungen weit auseinandergehen, können wir nur sagen: "Versuch macht klu"ch" :) Die Erfahrungen musst Du wahrscheinlich erst selbst machen und hinterher entscheiden, welchen Weg Du gehen möchtest. 
 
Falls Du noch weitere Ideen oder Anregungen zu diesem Thema hast, scheue Dich nicht, uns eine Mail zu schreiben oder hier im Kontaktformular Deine Meinung zu hinterlassen. Über Rückmeldungen sind wir immer sehr dankbar.
 
Sommerliche Grüße aus der Hexenküche
Deine Steffi
 

Kommentare

Hallo liebes Hexenküchen-Team,
 
mit sowohl NoPoo als auch NW/So habe ich Erfahrungen gemacht. Tatsächlich verlängert sich der Waschrhythmus nach einer Weile, je nach Hauttyp kann diese Veränderung aber von auffällig bis gering ausfallen. 
 
Bei NW/So ist das Hauptproblem, dass sich nach einer Weile Beläge bilden (vor allem bei von Natur aus zu fettiger Haut neigenden Menschen) die sich auch durch rigoroses Kämmen nicht vollständig entfernen lassen. Das kann zu Juckreiz und Haarausfall führen. Mit etwas Gefühl und sehr viel Geduld lässt es sich in den Griff bekommen, aber die meisten Menschen bekommen dennoch früher oder später das Bedürfnis sich wieder zu waschen, und sei es nur mit Wasser.
 
Es kommt auch sehr auf die Beschaffenheit des eigenen Sebums an, und darauf, wie sehr man schwitzt. Menschen mit festerem, weniger öligem Sebum haben es leichter, ihre Haare nur durch Kämmen zu pflegen, da waxartigeres Sebum sich zwar verteilen lässt, die Haare aber nicht so stark zusammen kleben und damit strähnig aussehen lässt. 
 
Die Beschaffenheit, nicht nur die Menge, des Sebums ist, meiner Erfahrung nach, das, was sich nach einer Weile zu ändern beginnt, wobei die Ernährung, der Gesundheitszustand und die Gene ebenfalls eine Rolle spielen.
 
Besonders in der Anfangsphase von NW/So besteht aber die Gefahr, die Spitzen zu schädigen, weil sie noch nicht durch Fette geschützt sind.
 
Entschließt man sich doch zum „Waschen“ mit Wasser zusätzlich zum Kämmen ist das offensichtliche Problem, dass das Fett aus den Haaren viel weniger ausgewaschen wird, als bei der Benutzung von, beispielsweise, einer milden Seife. Wer also davon ausgeht, dass das Mehr an Sebum durch häufigeres Ausspülen wettgemacht werden kann, irrt. Sofern man sich danach nicht Föhnt (und das zu tun, wäre doch unsinnig, angesichts der Tatsache, dass die meisten Frauen solche Experimente starten, um ihre Haare zu schonen), wird die Trocknungszeit enorm erhöht und die Haare sehen oftmals nach dem Durchspülen wesentlich fettiger aus, als zuvor. Allein durch den Zeitaufwand ist die Häufigkeit, mit der man das Haar durchspülen kann, begrenzt.
Beträgt die Lufttrocknungszeit beispielsweise bei normaler Wäsche drei bis vier Stunden, kann sich dies auf sechs bis acht (oder mehr) Stunden ausweiten.
 
Außerdem kann sich auch hier bei hartem Wasser so etwas wie eine Kalkseife bilden, bei sehr weichem Wasser aber das Problem entstehen, dass so gut wie gar nichts ausgewaschen wird. Auch die chemische Zusammensetzung kann einen Unterschied bewirken. Chlor und Essig, beispielsweise können eher negative Effekte haben. Essig wäscht schließlich Öl nicht aus, macht das Wasser aber 'weicher‘. Chlor, wie in Japan oder den USA im Trinkwasser, lässt das Haar brüchiger und struppiger werden. Nicht gut, wenn man viel kämmt.
 
Dazu kommt, dass gerade bei langen bis sehr langen Haaren das Sebum nicht bis in die Spitzen transportiert werden kann und dann mit Ölen oder Cremes nachgeholfen werden muss. Und die möchte man nach einer Weile vielleicht doch wieder loswerden.
 
NoPoo, ist, alles in allem, meiner Meinung nach, weniger aufwändig und kann leichter (und ohne soziale Unsicherheiten) aufrechterhalten werden. Ob man dadurch einen Monat oder zwei Tage herausschlagen kann, hängt aber sehr vom Menschen ab. 
Ich bin mit meinem Fünf-bis-sieben-Tage-Waschrhythmus völlig zu frieden. NW/So war nie richtig was für mich, obwohl ich es immerhin eineinhalb Jahre verfolgt habe. Tatsächlich war mein Waschrhythmus direkt nach der Rückkehr davon noch bei zwei Wochen, aber wie gesagt, vertragen sich häufiges Kämmen und Wäsche nicht besonders. Deshalb wasche ich lieber häufiger (ich bin durch und durch ein ‚fettiger‘ Mensch), benutze Cremes und Kämme dafür weniger.
 
Und das war jetzt eine sehr lange Mail! Entschuldigung dafür!
 
Schöne Tage wünscht
Laura

Hey ihr Lieben,
 
an sich eine toller Artikel und ich mag auch eure Produkte gerne. Ich finde es aber immer befremdlich zu lesen wie die Chemie verteufelt wird und in Großbuchstaben zu schreiben dass eure Produkte chemiefrei sind ist doch irgendwie irreführend. Als Seifensieder ist euch ja klar dass das Rühren von Seife Chemie pur ist, sowie eigentlich alles um uns und in uns ein Ablauf von chemischen Reaktionen. Frei von synthetischen Stoffen wäre zB eine sinnvollere Formulierung. 
 
PS: Ich bin super "Öko", nicht falsch verstehen und benutze nur natürliche und biologisch abbaubar Produkte. Nur vergessen die meisten Leute dass Chemie eben das natürlichste auf der Welt ist und verwechseln das mit "schlecht für die Umwelt" und "künstlich" etc ;-)
 
Liebe Grüße
Lisa

Liebe Steffi & Team,
 
eure informativen Newsletter sind ganz toll! Da steckt viel Arbeit drin und hierfür: Danke! :-)
 
Weiter so & eine wunderschöne Woche,
 
Lisa 

Hallo!
 
Ich hatte Schuppen und hab nach Alternativen gesucht und bin so auf das Thema NoPoo aufmerksam geworden. Roggenmehl, Tonerde etc.ist mir zu umständlich. Ich wollte etwas Gebrauchsfertiges und in einem Blog gab es die Info, dass man auch mit Haarseifen Haare waschen kann und den Tipp, dass es bei euch tolle Seifen gibt.
Und tadaaaaaa...ich finde eure Seifen und eure liebevollen Verpackungen super!!!!
Ich merke zwar, dass mir auch nicht jede Haarseife guttut, aber mit der Orangenessigseife habe ich ein tolles Produkt für mich gefunden. Und das die Haare nach einer Haarseife fettig sind, finde ich persönlich nicht. Ausserdem schäumen sogar eure Shampoobars. Das hätte ich auch nicht erwartet :-)
Ich habe kaum noch Schuppen und die Haare sind wunderschön. Sie fetten erst ganz langsam nach und das finde ich toll
Danke!!!
LG Birgit

Liebe Steffi, 
 
Ich finde eure Produkte ganz großartig und habe mehrere Haarseifen in reger Benutzung. Zu dem letzten Newsletter muss ich allerdings etwas anmerken: eure Shampoo-Bars sind nicht Nopoo geeignet. Der Zusatz von Tensiden (egal wie mild oder natürlich) ist dabei nämlich ein Ko - Kriterium. Was ja nicht schlimm ist, nicht jeder muss danach leben. Aber die Info ist eben leider falsch, eure Haarseifen dagegen kann man problemlos verwenden.
 
Lieben Gruß 
Sarah

Hallo zusammen,
ich finde, wenn man Eure wundervollen Seifen benutzt, muss man sich mit diesem Thema eigentlich gar nicht auseinander setzen, es ist ja schon sehr gut für Haare und Kopfhaut. Es muss auch nicht jeder Trend mitgemacht werden, wenn man wie ich viel Sport macht und jeden Tag Essen kocht, kommt man garantiert nicht auf die Idee, sich nicht die Haare zu waschen. Haare sind ein Duftträger und man riecht an den Haaren nach dem Kochen und es ist meiner Nase nach auch sehr ekelig, an einer ungewaschenen Kopfhaut zu riechen...
Liebe Grüße